Herkunft & Stationen: Hermann Nyhof ist am 19. Juli 1871 in Hellendoorn (Niederlande) geboren- Er kommt im Jahr 1900 als Missionar der Rheinischen Missionsgesellschaft nach Warmbad. Späteres Wirken: Nach seinem Einsatz für die Bethanier in Lüderitzbucht kehrt er 1907/1908 nach Warmbad zurück, repariert das dortige historische Missionshaus und bleibt dort bis zu seinem Tod am 25. Dezember 1936 tätig. Er ist der einzige Missionar, der in Warmbad begraben liegt.
Die Verbindung zwischen dem Missionar Hermann Nyhof (auch Nijhof) und der Missionsstation Bethanien Namibia geht auf die Zeit des Nama-Aufstands und den Kolonialkrieg in Deutsch-Südwestafrika (1904–1908) zurück.
Historischer Hintergrund und Verbindung
- Betreuung der Kriegsgefangenen: Nach der Niederschlagung der Aufstände wurden viele Nama, darunter auch die christliche Gemeinde der Missionsstation Bethanien, von den deutschen Kolonialtruppen gefangen genommen und in das berüchtigte Konzentrationslager auf der Haifischinsel vor Lüderitzbucht deportiert.
- Nyhofs Rolle: Im Rahmen einer Missionskonferenz in Keetmanshoop wurde der niederländischstämmige Rheinische Missionar Hermann Nyhof ausgewählt, um die gefangene Nama-Gemeinde aus Bethanien geistlich und sozial in Lüderitzbucht zu betreuen. [1]
- Einsatz in Lüderitzbucht: Er zog zusammen mit seiner Frau dorthin und lebte bis 1908 in Lüderitzbucht. Historischen Dokumenten zufolge setzten sich Nyhof und sein Kollege Missionar Laaf im Frühjahr 1907 angesichts der katastrophalen humanitären Zustände und des Massensterbens bei der kolonialen Führung für die Evakuierung der Haifischinsel ein.